Warum ist das Spielen mit heuristischen Materialien für Kinder so sinnvoll?

Warum ist das Spielen mit heuristischen Materialien für Kinder so sinnvoll?

Die Pädagogin Elinor Goldschmied sagte: „Mut zur Einfachheit“ und prägte den Begriff des heuristischen Lernens. Kinder brauchen nicht viel für ein spannendes, lehrreiches Spiel. 

Das heuristische Material lässt sich als Entdeckermaterial beliebig mit eigenem Haushaltsinventar erweitern. In diesem Beitrag zeigen wir dir, warum das Spielen mit heuristischen Materialien so sinnvoll ist und was du dazu brauchst.

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© Grapat

Heuristisches Material – Was ist das eigentlich?

Heurisko stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet soviel wie entdecken. Heuristik steht für Lösungsfindung durch Kombination und Logik. Durch Mutmaßungen, Versuch, Irrtum, Ausschlussverfahren wird nach einer Lösung gesucht, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Alle Wege der Lösungsfindung sind erwünscht. Das fördert die Kreativität und das Vertrauen in sich selbst. So erforschen Babys und Kinder die Welt und lernen dadurch Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten kennen.

Woraus besteht heuristisches Material?

Mit heuristischem Material können Kinder Erfahrungen sammeln und verschiedene Materialien, Farben, Formen entdecken. Beim Spielen werden verschiedenste Dinge gelegt, sortiert, gestapelt, umgekippt, gegeneinander geklopft oder gruppiert.

Heuristische Materialien können vielfältig sein und werden grob in zwei Gruppen unterteilt.

Eine Gruppe besteht aus Holzgegenständen verschiedenster Formen wie:

  • Kugeln oder Murmeln
  • kleinen Schüsseln
  • Ringe
  • kleine Boxen
  • Holzzylinder
  • Stäbchen und Stöcke
  • Würfel
  • Figuren in verschiedenen Farben

In diese Gruppe gehören auch die wunderschönen Mandalas, Schüsseln und Eicheln oder die Grapat Sets und Nins, die wir auch in unserem Shop führen.

Die zweite Gruppe besteht aus Alltagsgegenständen, die zusammen mit den Holzgegenständen kombiniert werden können.

  • Seidentücher
  • Objekte aus Metall wie kleiner Schneebesen, Dosen, Schlüssel
  • Dosen und Deckel zum Schrauben
  • Kochlöffel oder Schöpflöffel
  • Nudelsieb
  • Säckchen
  • Holzzange
  • Kehrset
  • Natürliche Objekte wie Tannenzapfen, Federn, Kieselsteine, Korken, Zitronen, Äpfel, Walnüsse, Objekte aus Wollballen
  • Bürsten
  • Objekte aus Papier wie kleine Pappboxen, fettdichtes Papier, Toilettenpapierrollen

Für noch mehr Spaß am Spiel und Kreativität können Lebensmittel wie trockene Bohnen, Linsen oder Reis dem Kind zum Spielen gegeben werden. Wenn man das Kind auf einem Tablett mit einem Rand spielen lässt, bleibt die Küche oder das Spielzimmer mit etwas Glück sauber.

Auf meinem Blog findest du auch spannende Ideen zum Thema „Gärtnern mit Kindern„, nachhaltige Geschenkideen, ein paar gute Gründe, warum Kinder mehr Zeit draußen verbringen sollten und andere spannende Themen.

Warum ist das Spielen mit heuristischen Materialien für Kinder so sinnvoll?

Kleinkinder lernen die Welt zu verstehe, indem sie Dinge genau untersuchen dürfen. Und das gelingt sehr gut mit den Entdecker-Materialien. Besonders spannend finden die Kleinen vor allem die Gegenstände, die Mama und Papa oft benutzen. Diese Dinge stecken voller Geheimnisse, die es zu entschlüsseln gilt. 

Beim Spielen mit den heuristischen Materialien lernen die kleinen all ihre Sinne zu nutzen. Sie hören Klänge beim Hauen mit dem Löffel auf den Topf oder beim hinein rieseln der trockenen Erbsen in die Blechdose. Sie lernen verschiedene Materialien zu kombinieren und trainieren die Feinmotorik zusammenstecken oder zudrehen von Dosen. Durch das Sortieren und Gruppieren verschiedener Gegenstände oder Holzkugeln verschiedener Farben wird das logischen angesprochen.

Ältere Kinder bekommen beim Spielen mit Murmeln, Holzkugeln oder den Grapat Mandalas ein Verständnis für Muster und Mengen. Sie lernen Zahlen und Zählen und trainieren die Feinmotorik und Geduld beim Legen von Mandalas oder Stapeln kleiner Objekte.

Tipps für Eltern

  1. Um bei Bedarf schnell auf die Materialien zugreifen zu können, haben sich Spielkörbe bewährt. So hast du alles an einem Platz und musst die Dinge nicht mühsam zusammensuchen.
  2. Tausche den Inhalt der Materialien regelmäßig aus, damit keine Langeweile aufkommt. Verwende statt Linsen auch mal Reis. Nutze bunte Eicheln statt der Murmeln und gibt deinem Kind zum Sortieren die Holzzange statt den Löffel.

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