6 Gründe, warum wir kein Fleisch essen.

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6 Gründe, warum wir kein Fleisch essen.

Als ich 15 Jahre alt war, habe ich aufgehört Fleisch zu essen. Auslöser war ein Suppenhuhn, welches ich für die Zubereitung einer Suppe waschen musste. Als ich das Huhn so in meinen Händen hielt, mit seinen Flügeln und Schenkeln und seinem doch recht stolzen Gewicht von bestimmt drei Kilo, musste ich an meinen frisch geborenen Bruder denken. Obwohl das Huhn natürlich keinen Kopf hatte, erinnert es mich doch sehr stark an ein Baby. Das war der Startschuss für mich, auf das Fleischessen zu verzichten.

Nun sind unglaubliche 18 Jahre vergangen. Nicht nur ich verzichte auf Fleisch, sondern auch mein Freund und unsere beiden Kinder.

Unser großes Kind ist inzwischen 13 und fängt langsam selbst an sein Verhalten zu hinterfragen. Irgendwann war ihm nicht klar, warum er kein Fleisch essen soll, wo doch so gut wie alle seine Freunde in Norwegen Fleisch essen. Darum hat es das eine oder andere Mal Fleisch probiert. Es hat natürlich die Wahl, wie er sich ernähren möchte. Trotz der Freiheit selbst entscheiden zu können bleibt Erik bei seinem vegetarischen Lebensstil.

Es gibt unzählige Gründe, warum wir auf Fleisch verzichten und vegan und vegetarisch leben. Mehr Gemüse, Obst, Getreide und Nüsse anstatt Fleisch zu essen hilft der Gesundheit, den Tieren und der Umwelt. Hier kommen unsere wichtigsten Gründe, warum wir kein Fleisch essen.

Fleisch essen ist nicht mehr zeitgerecht.

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum die Menschen noch Fleisch essen. Wir brauchen kein Fleisch für unsere Gesundheit und schon gar nicht, um zu überleben. Es gibt so viele pflanzliche Alternativen, die ganz nebenbei auch viel gesünder sind. Da wären zum Beispiel Tofu, Seitan, Getreide, Hülsenfrüchte, Jackfruit und Süßlupinen, mit denen du leckere Gerichte zaubern kannst. Wie wäre es mit diesem leckeren Jackfruit Döner.

Fleisch essen ist nicht gesund.

Fleischkonsum erhöht nachweislich den Cholesterinspiegel. Ein hoher Cholesterinspiegel erhöht wiederum das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Außerdem wird der Konsum von Fleisch in Zusammenhang mit Typ 2 Diabetes gebracht. Mitte 2015 sorgte eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Aufsehen. Forscher vermuten, dass der rote Blutfarbstoff und der hohe Fettgehalt von rotem Fleisch die Entstehung von Krebs, vor allem Darmkrebs, begünstigt. Bereits seit Längerem ist bekannt, dass Rheumapatienten vor allem auf Schweinefleisch verzichten sollten. 

Pandemien entstehen

Was haben das Coronavirus, die Schweinegrippe, die Vogelgrippe, SARS, AIDS und Ebola gemeinsam? Sie sind alle entweder durch Massentierhaltung oder Wildtiermärkten auf den Menschen übergesprungen. Würden die Menschen kein Fleisch essen, würde es die aktuelle Corona Pandemie sicherlich nicht geben. 

Fleisch essen kostet Leben

Fleisch auf dem Teller bedeutet immer den Tod eines fühlenden Lebewesens. Doch nicht nur das. Bis zu ihrem Tod müssen Tiere ein qualvolles Leben erleiden. Zusammengepfercht auf engstem Raum gibt es sehr viele Tiere, die nicht ein einziges Mal die Sonne sehen. 

2018 wurden über 622 Mio. Masthühner, 3 Mio. Rinder und 56 Mio. Schweine laut dem statistischem Bundesamt in Deutschland geschlachtet. 

Damit die Tiere in den Stallanlagen überleben, werden ihnen häufig Antibiotika verabreicht – 2017 wurden alleine in Deutschland 733 Tonnen Antibiotika in der Tierindustrie eingesetzt. Der Antibiotika-Einsatz am Tier führt zu Resistenzen bei uns. So können relativ harmlose bakterielle Infektionen an denen wir erkranken, mit dem Antibiotika nicht mehr behandelt werden und führen im Ernstfall sogar zum Tod.

Dies könnte ein Grund sein, warum in Italien ungewöhnlich viele Menschen am Coronavirus sterben. Dazu habe ich einen Beitrag in einer Zeitung in Norwegen gefunden.

Fleisch essen zerstört den Regenwald

Die Tiere, die wir Menschen essen, werden mit Soja gefüttert. Für die Produktion von 10 Burgern, also 1 kg Fleisch, braucht man so viel Soja wie auf einer ca. 56 m2 großen Fläche wächst. 

Da die Deutschen sehr viel Fleisch essen, muss das Futter für die Tierindustrie importiert werden. Mehr als 80% von dem importierten Soja stammen aus Brasilien, Argentinien und Paraguay. Da wo früher Regenwald war, wächst jetzt Futter-Soja für die EU. Unglaublich große Flächen an Regenwald wurden und werden auch weiterhin legal und illegal abgeholzt.

Nur ein ganz kleiner Teil (ca. 2 Prozent) des Soja wird für Sojamilch, Tofu und ähnliche Produkte genutzt – und der wächst meistens auf europäischen Äckern.

Fleisch essen ist schlecht für das Klima

Unser Fleischkonsum in Deutschen verursacht laut dem Bundesumweltministerium pro Person rund 1,75 Tonnen an klimarelevanten Emissionen im Jahr. Das sind fast so viele Emissionen, wie durch Mobilität verursacht werden. 

Das sind nur einige von vielen Gründe, warum es sich lohnt auf den Fleischkonsum zu verzichten oder zumindest ein einen fleischfreien Tag in der Woche einzulegen.

Für noch mehr Inspiration schau dir gerne hier meine Lieblings-Blogs zum Thema Nachhaltigkeit an. Auch habe ich über unsere Abendroutine mit Baby, ein nachhaltiges Geschenk für alle, die nichts brauchen, positive Aspekte der Corona-Krise und 10 nachhaltige Bio Kindermode Marken geschrieben.

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