Zuckerfrei leben Tipps – Meine Erfahrung und Vorteile zuckerfreier Ernährung

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Zuckerfrei leben Tipps – Meine Erfahrung und Vorteile zuckerfreier Ernährung

Wer kennt es nicht? Den Kaffee oder Tee schön mit Zucker süßen oder ein großes zuckerhaltiges Stück Torte zum Kaffeeklatsch mit den Freundinnen? In Deutschland sind die Zahlen unseren Zuckerkonsum betreffen geradezu erschreckend. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat im Rahmen einer Studie festgestellt, dass jeder von uns ca. 32 Kilo Zucker pro Jahr zu sich nimmt. Rechnet man dies auf einen Tag herunter, so kommt man auf sage und schreiben 100 Gramm am Tag. Dies wiederum entspricht ungefähr 32 handelsüblichen Zuckerwürfeln. Die Gesundheitsorganisation empfiehlt hingegen lediglich 25 Gramm Zucker am Tag zu sich zu nehmen. Die meisten von uns konsumieren aber laut der Studie das Vierfache davon! Eine erschreckende Zahl. Doch zuckerfrei leben ist gar nicht so schwer. Was zuckerfreie Ernährung überhaupt ist, über meine zuckerfrei Challenge und Tipps für dich.

Die Folgen des Zuckerkonsums sind Übergewicht, schlechte Zähne oder aber auch die Ausbreitung von Diabetes. Der Verzehr von Zucker versorgt uns zwar schnell mit Energie, allerdings auch nur für kurze Zeit. Denn Zucker macht nicht satt, sodass schon bald wieder zum nächsten Keks gegriffen werden muss, um den Hunger zu befriedigen. Wenn wir Zucker zu uns nehmen, liefert dieser unserem Körper weder Vitamine noch Mineralstoffe. 

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Dieses Buch zum mit vielen Rezepten und Tipps zum Leben ohne Zucker für die ganze Familie habe ich selbst gelesen und kann es dir empfehlen.

Zuckerfrei leben – Aller Anfang ist schwer 

Ich habe unreine Haut und schon alles mögliche Probiert um die lästigen Pickel im Gesicht los zu werden, doch ohne Erfolg. Mein allerletzter Versuch sollte es sein, meine Ernährung umzustellen und auf Zucker zu verzichten.

Ich habe zwei Monate komplett auf Zucker verzichtet. Die Umstellung auf eine zuckerfreie Ernährung ist keine leichte Aufgabe und fiel mir sehr schwer schwer. Dabei ist das Verlangen nach Zucker bloß eine Kopfsache. Denn wenn wir ein Stück Schokolade verspeisen oder uns die süße Nachspeise schmecken lassen, wird durch die Aufnahme von Zucker unser Dopaminspiegel im Gehirn ansteigen. Durch diesen Anstieg fühlen wir uns kurzzeitig richtig glücklich und haben gute Laune. Doch das Fatale daran ist, dass unser Körper sich an den Zucker gewöhnt und immer größere Mengen braucht, um die Glücksgefühle und gute Laune beizubehalten. Man kann also durchaus von einer Sucht sprechen, denn verweigerst du deinem Körper den Zucker reagiert dieser recht schnell mit Entzugserscheinungen. 

Hierzu zählen unter anderem:  

  • Kopfschmerzen, 
  • Innere Unruhe, 
  • Schlaflosigkeit 
  • Müdigkeit etc.

Viele Menschen haben ein schlechtes Gewissen oder sind sauer auf sich selbst, da sie dem Zucker nicht widerstehen können. So ging es auch mir. 

Was bedeutet zuckerfreie Ernährung für mich?

Wer sich mit Lebensmitteln und Ernährung ein wenig auskennt, der weiß, dass es nicht möglich ist zu 100% auf Zucker zu verzichten.  Es gibt unzählige Zuckerarten, die auch ganz natürlich in zum Beispiel Obst enthalten sind. Da wären Glucose, Fructose oder Saccharose. Wir nehmen Zucker auch in Form von Kohlenhydraten oder Stärke zu uns. Zuckerfrei bedeutet für mich, dass ich auf industriellen Zucker, also weißen oder brauner Zucker verzichte und keine Lebensmittel mit Zuckerzusatz oder Süßstoffen wie Aspartam, Xylit oder Erythrit esse.

Die ersten Wochen ohne Zucker waren die härtesten.

Vor meiner persönlichen Zuckerfrei-Challenge stand Zucker täglich auf dem Speiseplan. Ich habe gerne mal ein Brötchen mit Schokolade oder Marmelade zum Frühstück gegessen. Am Nachmittag gab es oft auch mal ein Stück Kuchen oder zwischendurch ein paar Stücken Schokolade. Auch habe ich beim Einkaufen kaum darauf geachtet, was auf dem Kleingedruckten steht und so landeten oft Lebensmittel im Einkaufskorb, die versteckten Zucker enthalten.

Die ersten paar Mal im Supermarkt habe ich ewig gebraucht, um Lebensmittel ohne Zucker zu finden. Es ist unglaublich aber Zucker versteckt sich auch in Brot, veganem Aufschnitt, vielen Fertiggerichten und etlichen anderen Lebensmitteln und Getränken, in denen man Zucker überhaupt nicht erwarten würde.

Die ersten Tage ohne Zucker waren richtig hart. Ich habe sehr oft mit dem Gedanken gekämpft mir etwas Süßes zu gönnen. Sobald diese Gedanken da waren, half nur eins: Ablenkung. Ich trank ein Glas Wasser, aß einen Apfel oder eine Banane und lenkte mich mit einer Aufgabe ab. Ich saugte Staub, spielte mit den Kindern oder gibt anderen Beschäftigungen nach, die mich so gut es ging ablenken.

Die ersten Tage war ich schlapp, meine Stimmung war auf dem Tiefpunkt und ich war frustriert.

Nachdem die zwei unglaublich langen Wochen ohne Zucker vergangen waren, ging es mir schlagartig besser. Das Verlangen nach Zucker war komplett weg. Ich fühlte mich fit und aktiv, meine wurde langsam etwas besser und das Beste: Die Kilos schmolzen nur so dahin. 

Ich bin nicht dick aber all die kleinen Zucker-Sünden haben es sich auf meinen Hüften bequem gemacht. Nachdem ich den Zucker von meinem täglichen Speiseplan gestrichen habe, wurde ich auch von Tag zu Tag immer leichter und schlanker. Die unschönen Hüftpolster verschwanden allmählich und auch die Fettablagerungen an den Oberschenkeln wurden weniger. Ich fühlte mich so leicht wie eine Feder und mir ging es super.

Was ich auch sehr spannend fand: Mein Geschmackssinn hat sich verändert. Alle Lebensmittel schmeckten auf einmal viel intensiver. Gerade natürlich süße Lebensmittel haben viel süßer geschmeckt, als sonst. So war es für mich noch einfacher auf Zucker zu verzichten, da plötzlich viele süß schmeckte, was vorher gar nicht süß war. 

Zuckerfrei leben – Wie sich meine Ernährung nachhaltig verändert hat.

Nach zwei Monaten zuckerfrei, habe ich wieder angefangen “gesunde” Zuckeralternativen in meinem Essensplan zuzulassen. Wenn wir backen, verwenden wir zum Beispiel Kokosblütenzucker, Datteln oder Honig. Wenn wir ins Café gehen, landet aber auch mal ein Stück Kuchen mit herkömmlichen Zucker auf meinem Teller. 

Im Großen und Ganzen habe ich aber meinen Zuckerkonsum auf 10% reduziert. Es fällt mir überhaupt nicht mehr schwer, auf den Zucker zu verzichten. Es geschieht mehr oder weniger ganz automatisch. Wir haben einfach keinen oder nur selten Lebensmittel mit Zucker im Haus. 

Vorteile eines zuckerfreien Lebens

Warum sollte man sich diesen Stress mit dem zuckerfreien Leben überhaupt antun? Das ist eine berechtigte Frage. Ein zuckerfreies Leben hat sehr viele tolle Vorteile. Denn wie wir ja bereits festgestellt haben, macht Zucker nicht nur dick, sondern auch krank. Jede Diät und der Versuch an Gewicht zu verlieren, wird hinfällig, wenn wir nicht anfangen, auf Zucker zu verzichten. 

Um zuckerfrei leben zu können, muss der Teufelskreis der Sucht durchbrochen werden. Dies geht natürlich nicht von heute auf morgen. Es ist ein mitunter steiniger Weg, die bisherigen Gewohnheiten zu durchbrechen und Schritt für Schritt eine neue Form der Ernährung den eigenen Alltag zu integrieren. Wie bei anderen Arten von Sucht, wie beispielsweise dem Rauchen, dauert es eine Weile, bis die Entzugserscheinungen überwunden sind. Hier heißt es Zähne zusammenbeißen und stark bleiben! Denn nach und nach werden die positiven Veränderungen, welche mit dem Verzicht auf Zucker einhergehen, die negativen Erscheinungen verdrängen. Der Zeitpunkt ist natürlich individuell verschieden und bei jedem Menschen anders. Doch in der Regel kann davon ausgegangen werden, dass sich nach ca. 7 Wochen erste positive Veränderungen bemerkbar machen. 

Dies können sein: 

  • Das Sättigungsgefühl verbessert sich. Wenn dies geschieht, führt es dazu, dass wir weniger essen und schneller satt sind. Dadurch nehmen wir ab. 
  • Der Schlaf wird wieder erholsamer. Denn wer viel Zucker konsumiert, der leidet nicht selten unter Schlafstörungen. Lässt man den Zucker weg, so wird man bemerken, dass der Schlaf nach einiger Zeit deutlich besser anfühlt. 
  • Das Wohlbefinden steigert sich. In der Zeit der Umstellung werden Sie, wie schon erwähnt, unter Entzugserscheinungen leiden. Doch sind diese erst einmal überwunden, so wird sich das Wohlbefinden kontinuierlich verbessern. 
  • Besonders für Frauen von großer Bedeutung: Das Hautbild verändert sich positiv. Während des Konsums von Zucker kann es vermehrt zu Pickeln, Akne oder unreiner Haut kommen. Diese Hautprobleme verschwinden von ganz alleine wieder, wenn langfristig auf Zucker verzichtet wird. 

Zuckerfreie Alternativen für zuckerfrei leben

Wie bei jeder Art von Umstellung funktioniert diese nicht von heute auf morgen. Am sinnvollsten wäre es natürlich, dem Verlangen nach Süßigkeiten gänzlich abzuschwören. Doch dies ist auch unheimlich schwer. Wer also nicht ganz auf die gewisse Süße verzichten möchte, für den gibt es eine Reihe von zuckerfreien Alternativen, welche den Ausstieg aus der Zuckersucht erleichtern. Hier lassen sich beispielsweise natürliche Süßungsmittel gut einsetzen. 

Ein paar Beispiele sind u.a.: 

  • Kokosblütenzucker 
  • Honig 
  • Ahornsirup
  • Agavendicksaft 
  • Stevia 

Sicherlich ist es nicht einfach, komplett auf Zucker zu verzichten, denn wie berichtet, verfolgt uns dieser im Alltag überall. Aber es ist dennoch möglich in kleinen Schritten seinem Ziel von einem zuckerfreien Leben Stück für Stück näher zu kommen. 

Es empfiehlt sich jede Art von Fertiggerichten zu meiden, denn gerade in diesen ist massenhaft Zucker versteckt. Der Verzicht auf Süßigkeiten ist selbsterklärend. Ebenso sollten zuckerhaltige Softdrinks und dergleichen gemieden werden. Wir trinken schon seit Jahren nur Wasser und Tee. Eine weitere Hilfestellung kann sein, die Frühstücksgewohnheit zu ändern. Iss zum Frühstück lieber herzhaft als süß. Das verringert das Verlangen nach Zucker ungemein. Achte darauf, was beim Einkaufen in deinem Einkaufswagen landet. Schokolade und andere Süßigkeiten sowie alle Lebensmittel, die Zucker enthalten, solltest du meiden. Wer keine Süßigkeiten zu Hause hat, kann keine Süßigkeiten essen. Ganz einfach, oder?

Du siehst also selbst, komplett auf Zucker zu verzichten, ist fast unmöglich. Es geht jedoch in erster Linie darum, die typischen Zuckerfallen zu vermeiden. Wenn du das schaffst, wirst du nicht nur schlank im Schlaf, sondern dich auch deutlich besser fühlen!

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